Arthrose | |
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Wer weiß schon die vollkommene Beweglichkeit und Schmerzfreiheit der Gelenke zu schätzen, die es uns jahrzehntelang ermöglicht, unserem Beruf nachzugehen und unseren Lieblingssport auszuüben? Erst wenn der Schmerz in den Gelenken zum ständigen Begleiter wird und der Arzt die Diagnose "Arthrose" stellt, erinnert man sich mit Wehmut an diese Zeit und würde alles tun, um diesem Prozess Einhalt zu gebieten. Das Problem sitzt im Gelenkknorpel, der aus Kollagen, Wasser, Zucker und Fett besteht. Durch jahrelange Fehlbelastung, eine Fehlstellung oder auch durch äußere Einflüsse und Verletzungen beginnt der Knorpel langsam Substanz abzubauen, ohne dass hier ein wirksamer Reparatur-Mechanismus gegensteuert. Der Selbstheilungsprozess funktioniert nur bis zu einem gewissen Grad,- dann nimmt der Knorpel-Abbau weiter zu und die Schmerzen lassen keine "reibungslose" Bewegung des betreffenden Gelenkes zu. Auch Schwellungen und Probleme in den Gelenken, morgens nach dem Aufstehen, weisen auf eine Arthrose hin. Die Diagnose kann nur der Arzt stellen. Es wird nun zwischen primärer und sekundärer Arthrose unterschieden. Eine primäre Arthrose ist ohne erkennbare Ursache entstanden, bei der sekundären Arthrose kann eine frühere Verletzung des Gelenkes die Ursache sein. Extrem beeinträchtigt sind Patienten, denen eine Hüftarthrose oder Kniearthrose jede Beweglichkeit nimmt. Zur Erkennung dieser Krankheit wird zunächst eine Röntgenuntersuchung oder eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) gemacht. In schwierigen Fällen ist auch eine Computertomographie möglich. Sobald die Diagnose gestellt ist, kann mit der Therapie der Arthrose begonnen werden. Leider kann man nur das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und die Schmerzen lindern. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich. Medikamente verlangsamen den Abbau der Knorpelsubstanz, Schmerzmittel ermöglichen wieder mehr Bewegungsfreiheit und eine Physiotherapie unterstützt die Behandlung begleitend. Am Ende steht die Verwendung einer Gelenkprothese, mit deren Hilfe der Patient wieder ein fast normales und schmerzfreies Leben führen kann. Wer unter Arthrose leidet, darf leichte Sportarten, wie Schwimmen und Radfahren betreiben, die eine Verbesserung der Beweglichkeit und höhere Schmerzfreiheit zur Folge haben. Wichtig ist es, starke Drehungen und Erschütterungen beim Sport zu vermeiden. Auch Nordic-Walking gehört zu den empfohlenen Sportarten, weil die Stöcke beim Gehen die Gelenke entlasten. Es ist sinnvoll, einen Kurs zu besuchen, um Fehler beim Walken zu vermeiden. Da Übergewicht eine starke Belastung für die Kniegelenke darstellt, ist hier besonders auf eine gesunde und fettarme Ernährung zu achten. Tierische Fette können die Beschwerden verstärken, sie sind deshalb nicht angebracht. Eine vitaminreiche Kost unter Verwendung von kaltgepressten Ölen hilft, die Arthrose aufzuhalten und den Aufbau des Knorpels zu unterstützen. |
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